Eine kurze Geschichte der Brandbekämpfung in Europa

Auch wenn wir die Brandbekämpfung als einen unverzichtbaren Dienst betrachten, war das nicht immer so. Obwohl der Mensch schon vor Äonen das Feuer entdeckte, entstanden die Anfänge der Brandbekämpfung erst vor etwa 2300 Jahren. Die Entwicklung einer organisierten Brandbekämpfung dauerte sogar noch länger.

Wir bei Peli sind sehr stolz darauf, dass Feuerwehrleute auf der ganzen Welt unseren Produkten vertrauen, damit sie ihre Aufgaben tagtäglich erfüllen können. Daher wollten wir einen Beitrag erstellen, der sich hauptsächlich auf Europa konzentriert und die lange und geschichtsträchtige Geschichte der Brandbekämpfung zelebriert. Dieser Beitrag beginnt mit den bescheidenen Anfängen der Brandbekämpfung vor über 2000 Jahren und reicht bis in die heutige Zeit.

Geschichte der Brandbekämpfung

Vor über einer Million Jahren entdeckte die Menschheit nachweislich erstmals das Feuer. Seit dieser Zeit hat der Mensch mit mehr oder weniger großem Erfolg versucht, das Feuer zu kontrollieren. Obwohl es eine der größten Entdeckungen des Menschen ist, die zu den Anfängen der Zivilisation führte, so handelt es sich doch um eine Kraft, mit der man sich durchaus befassen sollte. Daher wurde den alten Zivilisationen irgendwann klar, dass es eine Art Feuerbehörde geben muss.

Brandbekämpfung im antiken Ägypten

Soweit wir wissen, wurden die ersten Versuche zur Brandbekämpfung in Alexandria unternommen, der Stadt im heutigen Ägypten, die den Namen ihres Gründers Alexander von Mazedonien (auch bekannt als Alexander der Große) trägt. Im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde nachweislich die erste Wasserpumpe erfunden, die zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde.

Die Feuerwehren im antiken Rom

Die Geschichte der ägyptischen Wasserpumpe ist etwas undurchsichtig. Klarer hingegen ist die Geschichte der ersten Feuerwehr, die Kaiser Cäsar Augustus im alten Rom etwa drei Jahrhunderte später, im Jahr 6 nach Christus, gründete. Diese Feuerwehr war als Vigiles bekannt und bestand aus einer Gruppe ehemaliger Sklaven, die in der Brandbekämpfung ausgebildet wurden. Sie dienten außerdem als Nachtwächter der Stadt.

Laut Windsor Fire & Rescue Services "waren die Aufgaben der Vigiles aufgeteilt zwischen dem Uncinarius, dem Hakenmann, der einen großen Haken zum Entfernen brennender Dächer trug; Siphonarius, der für die Überwachung und den Betrieb der Wasserpumpen zuständig war; Aquarius, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Pumpen mit Wasser zu versorgen und Eimerketten zu organisieren und schließlich dem Kaiser, der das Oberhaupt der Brigade war."

Der Corpus Vigiles war schon vor 2000 Jahren sehr hoch entwickelt. Es gab sieben Bataillone von Feuerwehrleuten, eines für jeden der sieben Hügel des alten Roms. Jedes Bataillon bestand aus 560 Männern, darunter ein Brandmeister und vier Ärzte. Die Vigiles benutzten als Ausrüstung Spitzhacken, Haken, Leitern und Seile. Kein großer Unterschied zur heutigen Zeit!

 

Mit über 7000 Mitgliedern entwickelten sich die Vigiles zu einer der mächtigsten und prestigeträchtigsten Eliteorganisationen des Römischen Reiches und dehnten sich später auch auf andere Städte aus, um diese vor Bränden zu schützen.

Die Vigiles blieben noch einige hundert Jahre lang eine wichtige Organisation des antiken Roms; da Europa jedoch um das 5. Jahrhundert n. Chr. in das dunkle Mittelalter eintrat, gibt es erst viel später historische Berichte über die Brandbekämpfung in Europa.

Die Guet Bourgeouis von Frankreich

In Frankreich schuf König Ludwig IX. im Jahr 1254 per königlichem Dekret die so genannte Bürgerwehr, wodurch die Bewohner von Paris (die damals größte Stadt Europas), eigene Nachtwachen einrichten konnten, die Verbrechen und Brände verhindern sollten.

Nach dem Ende des Hundertjährigen Krieges in der Mitte des 13. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt Paris weiter aus, und in den folgenden Jahrhunderten – insbesondere im 16. – gab es eine Reihe großer Brände, die weite Teile der Stadt zerstörten. Da sich die Bürgerwache als wenig nützlich erwies, löste König Karl IX. die Nachtwache der Einwohner auf und überließ die Überwachung von Verbrechen und Bränden in der Nacht den Wachen des Königs als einzige offizielle Gruppe.

Wasserpumpen für die Brandbekämpfung im heutigen Deutschland

Im heutigen Deutschland wurden Wasserpumpen entdeckt, die möglicherweise schon um 1500 in Städten wie Nürnberg und Augsburg zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden. Der tatsächliche Durchbruch in der Brandbekämpfung erfolgte jedoch erst im 17. Jahrhundert nach größeren Bränden in London.

Der Große Brand von London und die Anfänge der organisierten Brandbekämpfung

Im 17. Jahrhundert war London bereits eine Großstadt und Schauplatz zahlreicher Brände, die die Stadt verwüsteten - darunter der Große Brand von 1666. Ein Feuer, das in einer Bäckerei in der Pudding Lane ausbrach, mehr als 3,2 Quadratkilometer verbrannte und zehntausende von Menschen obdachlos machte.

"Vor diesem Brand hatte London kein organisiertes Brandschutzsystem. Danach gründeten Versicherungsgesellschaften private Feuerwehren, um das Eigentum ihrer Kunden zu schützen. Diese Feuerwehren bekämpften jedoch nur Brände in Gebäuden, die vom Unternehmen versichert waren. Diese Gebäude waren durch ein Abzeichen oder ein Schild gekennzeichnet", heißt es in Windsor Fire and Rescue.

Es dauerte jedoch weitere neun Jahre, bis der niederländische Erfinder Jan Van der Heiden den ersten Feuerwehrschlauch erfand. Er bestand aus flexiblem Leder und wurde alle 15,24 m mit Messinganschlüssen versehen, was bis heute die Standards für Länge und Anschlüsse sind. Der große Brand von London legte also den Grundstein für die Entwicklung der modernen Brandbekämpfung.

Die erste Feuerspritze

Der große Durchbruch kam mit der Erfindung der Feuerspritze. Im Jahr 1725 entwickelte Richard Newsham aus London eine Feuerspritze, die von einem Wagen zu einem Feuer gezogen wurde und mit manuellen Pumpen ausgestattet war, die von mehreren Männern bedient wurden und bis zu 605 Liter Wasser pro Minute fördern konnten.

Benjamin Franklin gründete 1736 die erste freiwillige Feuerwehrgesellschaft in der Neuen Welt, die Union Fire Company of Philadelphia. Diese Praxis, die in Teilen Europas, z. B. in Deutschland und Frankreich, auch heute noch sehr verbreitet ist, wurde in den Vereinigten Staaten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts durchgeführt. Erst nach 1850 gab es in den Vereinigten Staaten bezahlte Feuerwehren.

Napoleons Beitrag zur Brandbekämpfung

Napoleon Bonaparte wird die Gründung der ersten Berufsfeuerwehr in Frankreich im Jahr 1810 zugeschrieben. Aus Mitgliedern der französischen Armee gründete er die Sapeurs-Pompiers. Bonaparte gründete diese Organisation als Reaktion auf einen Brand im Ballsaal der österreichischen Botschaft in Paris, bei dem mehrere Würdenträger verletzt wurden.

Innovation bei den Feuerwehrautos

Die ersten pferdegezogenen Dampfmaschinen für die Brandbekämpfung wurden 1829 gebaut, während Verbrennungsmotoren im Jahr 1907 entwickelt wurden. Dampfmaschinen wurden somit überflüssig und 1925 aus dem Verkehr gezogen.

Brandbekämpfung in der heutigen Zeit

Wie man sieht, hat es trotz der Entdeckung des Feuers durch den Menschen vor Millionen von Jahren fast genauso lange gedauert, bis der Mensch organisierte Feuerwehren aufbauen konnte. Vor 2000 Jahren begann die erste organisierte Brandbekämpfung, und hat sich bis heute so weit entwickelt, dass es Löschfahrzeuge gibt, die Brände löschen, bevor sie entstehen, dass Feuerwehrleute Infrarotkameras verwenden, die durch Rauch hindurchsehen, dass es Atemschutzgeräte gibt, die den Feuerwehrleuten helfen, auch im dichtesten Rauch zu atmen und dass hochmoderne Kommunikationssysteme eine sofortige und lebensrettende Koordination ermöglichen.

Die Datenanalyse revolutioniert jetzt die Feuerwehr- und Rettungseinsätze. Dies wurde durch den Einsatz von Drohnen erleichtert, die Informationen für die Feuerwehrleute sammeln. Dadurch können bessere datengestützte Entscheidungen bei der Löschung von Bränden und der Rettung von Menschen getroffen werden. Auch wenn die organisierte Brandbekämpfung lange brauchte, um sich zu etablieren, so hat es durch den Erfindungsreichtum und die Innovation der Menschen doch große Fortschritte in kurzer Zeit gegeben. Es bleibt abzuwarten, was wir in den nächsten 2000 Jahren erleben werden!

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